Als Fäulnis (ahd. fûl „stinkend“, auch Fäule) wird in der Ökologie und Thanatologie die durch Mikroorganismen unter Sauerstoffmangel ausgelöste Zersetzung organischer Substanz bezeichnet. Sie ist eine natürliche Form der Gärung.
Thuja, als homöopathisches Mittel, hat eine Menge mit Fäulnis zu tun. Der Prozess der Fäulnis und der Gärung findet nicht nur auf körperlicher Ebene statt, sondern auch auf geistiger Ebene und kollektiv auf der sozialen und gesellschaftlichen Ebene.
Der Thuja Zustand ist nicht sofort ersichtlich. Dinge die getan werden müssen werden hinausgeschoben und vieles wird verheimlicht. Thuja hat viele dunkle Geheimnisse. Beobachten wir die Gesellschaft so erkennen wir aktuell sehr viele Analogien zu Thuja. Die Medien halten die Geheimnisse des Vatikan nicht mehr länger zurück. Der Schutzwall der Medien bröckelt ab. Die Vertuschungen über die tatsächliche Höhe an Schulden einiger europäischer Länder kommt ans Tageslicht. Langsam wird uns allen klar wie faul das Fundament ist auf dem unsere Gesellschaft aufgebaut wurde.
Das sich das Kollektiv in einem Thuja-Zustand befindet erkennt man auch an das große Interesse an das Übernatürliche. Filme und Serien im Fernsehen die auch nur ein wenig nach “Mystery” klingen haben die höchsten Einschaltquoten seit Jahrzehnten. Was früher von der Masse als “dumme Fantasie” belächelt wurde, ist heute der größte Publikumsmagnet der Fernsehsender. Das Interesse für das mystische, das dunkle, Horror und Magie ist gestiegen. Unbewusst spürt das Kollektiv wie viele Geheimnisse vor unseren Augen und Ohren vertuscht werden. Daher kommt auch das Interesse an dieses Genre. Wenn etwas nicht bewusst verarbeitet wird, dann entsteht meistens eine unbewusste Anziehungskraft, eine Faszination.
Der Mensch wurde nicht erschaffen um Geheimnisse zu bewahren
Man beobachtet etwas seltsames am Menschen, wenn er oder sie versucht ein Geheimnis zu bewahren. Es ist dieser unbewusste Drang sich selbst zu sabotieren, um die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen. Es werden kleine Andeutungen gemacht. Einzelne Worte deuten auf das Geheimnis, die Körpersprache verrät es. Es scheint ganz so als ob der Mensch nicht dafür geschaffen ist um ein Hüter von Geheimnissen zu sein. Trotz aller Bemühungen um die Geheimhaltung sickert durch das Unbewusste Informationen nach außen, als ob ein innerer Spion dafür sorgt, das rein gar nichts verborgen bleibt.
Gerät ein einzelner Mensch in den Zustand von Thuja muss das nicht die Schuld jener Person sein. Eine Disposition war bereits vorher vorhanden. Es kann sich um das Eindringen von fremden Eiweiß handeln, durch eine Impfung zum Beispiel. Aber auch Gewalt im Familienkreis, welches nach außen “schön” verheimlicht wird.
Momentan scheinen sich sehr viele Menschen zu erinnern welche Gewalt auf ihnen ausgeübt wurde. Die Medien berichten von tausenden Fällen von Pädophilie von geistlichen Führern die ans Tageslicht kommen. Auch frühere Opfer melden sich, selbst wenn die Tat vor vierzig Jahren war.
Heilung und Erlösung
Die Gesellschaft wird nie eine Heilung erleben, wenn nicht die einzelnen Übeltäter und ihre Schandtaten ans Tageslicht gebracht werden. Was der Papst bei all seiner Geheimnistuerei vielleicht nicht weiß, ist das jemand der in seiner Kindheit so misshandelt wurde den Hang hat sich einen Posten im Geheimdienst zu erarbeiten, gerade weil er durch jene Schandtat in einem Thuja Zustand geraten ist. Aber irgendwann werden auch diese armen Menschen sich nach Heilung sehnen. Und die Heilung vom Thuja Zustand ist die Wahrheit die ans das Tageslicht gebracht wird, die Loslösung, die Erlösung von der Dunkelheit.
Die Gärung ist ein alchemistischer Prozess
In der Alchemie ist der Prozess der Gärung (Fermentatio) ein Loslösungsprozess vom Materiellen weg hin zum Geistigen. Jeder alchemistische Prozess hat auch seine Analogie im Bewusstsein des Menschen. Die Homöopathie wirkt unterstützend, ist aber nicht unbedingt notwendig, wenn es um das Unausweichliche geht. Fermentatio ist auch der Tod des Egos. Müsste man alle homöopathischen Mitteln in den verschiedenen alchemistischen Prozessen einteilen, dann wäre Thuja auf jeden Fall der Kategorie des Fermentatio zugeteilt. Thuja sehnt sich nach Loslösung, nach der endgültigen Erlösung. Die Gesellschaft befindet sich in diesem Zustand der Gärung und im Höhepunkt des “Materialismus”. Das eigene Ego wird seit langem von der Gesellschaft gefeiert und es wird viel Wert auf die eigene Persönlichkeit gelegt. Unbewusst hat aber das Kollektiv bereits erkannt das ein Überleben nicht möglich ist auf Basis dieser niederen Sichtweise. Daher wird der Tod und die Loslösung vom eigenem Ego, auch auf kollektiver Ebene, ein sehr schmerzhafter Prozess, welches nicht umkehrbar ist und nicht verhindert werden kann.
Weiterführende Literatur:
- Andreas Krüger, Symbolische Materia Medica – Thuja Occidentalis (PDF)
- Thuja – homöopathische Arznei des Monats
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