Neues Weltbild gefälligst? Biozentrismus a la Robert Lanza!

Geozentrischen Weltbild
Im geozentrischen Weltbild steht die Erde im Zentrum des Universums. Mond, Sonne und Planeten umkreisen die Erde geometrisch auf Kurvenbewegungen.

Geozentrisches Weltbild

Heliozentrische Weltbild
Das heliozentrische Weltbild, auch kopernikanisches Weltbild genannt, basiert auf der Annahme, dass sich die Planeten um die Sonne bewegen. Es steht im Gegensatz zum älteren geozentrischen Weltbild, in dem die Erde als Zentrum des Universums betrachtet wird.

Galileo

Die Erkenntnis, dass das Sonnensystem nur einen winzigen Teil des gesamten Universums darstellt, setzte sich erst ab dem 18. Jahrhundert durch. Heute gilt die Ansicht als Weltbild für veraltet und durch das Relativitätsprinzip abgelöst.

ABER seit all dieser Zeit hat sich nicht wirklich viel verändert im Weltbild. Denn im Grunde wurde nur, salopp gesagt, die Position der Gestirne vertauscht. Die Frage nach einem Ursprung und Sinn des Universums sowie das harmonische Zusammenarbeiten aller Kräfte wurde nicht durch die “klassische Physik” beantwortet.

Alle Weltbilder zeigten bisher ein materialistisches Universum in dem Leben durch Zufall entstand. Bewusstsein war nur ein Nebenprodukt elektrochemischer Aktivität im Gehirn.

Nebula

Bewusstsein ist die Grundmatrix des Universums
Die Quantenphysik hat es bewiesen: unser Bewusstsein beeinflusst die Materie.
Es ist der Beobachter der die Hauptrolle spielt. Werner Heisenbergs und Niels Bohrs haben zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts bahnbrechende Entdeckungen gemacht, deren weitreichenden Schlussfolgerungen bisher nicht von der Masse der Schulwissenschaftler akzeptiert werden wollte.

Max Planck: “Meine Herren, als Physiker, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden.
Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich.
Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält. Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente Kraft noch eine ewige Kraft gibt – es ist der Menschheit nicht gelungen, das heißersehnte Perpetuum mobile zu erfinden – so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewußten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie.”

Der Kern von Biozentrismus: der lebende Beobachter erzeugt die Realität und nicht umgekehrt
Jedes Leben, jedes Bewusstsein erzeugt Raum und Zeit inklusive der Materie, alle zusammen in einem Konsens, als eine Art Austauschplattform über welches jedes Lebewesen in diesem Universum kommuniziert. Wir leben also in einer “Community Plattform” welches von unserem Bewusstsein projiziert wird. Willkommen in der Matrix!

Biozentrismus macht Sinn und es erklärt all die seltsamen Phänomene wie Quantenverschränkung, Nichtlokalität sowie Fernwirkung.

Das Umdenken fällt vielen schwer
Das biozentrische Weltbild verlangt von einem eine gehörige Portion Umdenken. Wissenschaftler und Laien halten an die alte Vorstellung einer real existierenden äußeren Welt fest. Ein Dogma das uns lange Zeit eine Illusion der Getrenntheit vorgegaukelt hat. Tatsächlich deuten alle modernen Entdeckungen im Bereich der Quantenphysik und der Biologie auf ein biozentrisches Kosmos hin, in dem das Bewusstsein das Zentrum von allem ist (die Fabrik der Realität) und keine Mensch absolut von seinem Mitmenschen getrennt ist. Phänomene, die von revolutionären Wissenschaftlern wie Rupert Sheldrake erforscht wurden, ergeben im Licht des Biozentrismus plötzlich Sinn. Auch das bekannte Phänomen der Synchronizität mit welchem sich Carl Gustav Jung und Wolfgang Pauli eingehend beschäftigt haben, deutet auf ein biozentrisches Weltbild hin.

Pauli war mit dem Tiefenpsychologen Carl Gustav Jung befreundet und diskutierte mit ihm dessen Arbeiten. Im Briefwechsel der beiden Forscher während der Jahre von 1932 bis 1958 wird deutlich, dass Wolfgang Pauli großen Anteil an der Konzeption des Begriffes Synchronizität hat, wie er von C. G. Jung eingeführt wurde und darüber hinaus an der Konkretisierung der für Jungs Werk zentralen Begriffe des kollektiven Unbewussten sowie der Archetypen. Pauli interessierte sich besonders für die Genese von Johannes Keplers Ideen.

Kepler war ein pythagoreischer Mystiker. Er glaubte, dass die Grundlage der Natur mathematische Beziehungen seien und alle Schöpfung ein zusammenhängendes Ganzes.

“Ein starkes Argument für Biozentrismus ist die Tatsache, dass das Wesen des Universums – von den Atomen bis zu den Sternen – genau auf uns zugeschnitten zu sein scheint. Es gibt über 200 physikalische Parameter, die so exakt auf unser Leben passen, dass ihre blosse Zufälligkeit unsere Gutgläubigkeit überstrapaziert. Diese fundamentalen Konstanten des Kosmos werden von keiner Theorie vorausgesagt. Alle scheinen perfekt ausgesucht und von solcher Präzision, dass sie Leben erst ermöglichen. Veränderten wir nur einen einzigen, klitzekleinen Parameter, wir hätten nie existiert. Manche Wissenschafter nennen diese Erkenntnis das “Goldilock Prinzip”, weil der Kosmos nicht zu gross, zu kalt, zu instabil ist, sondern gerade richtig für das Leben. Eine zweckgerichtete Begründung meidend, postuliert Biozentrismus sogar, dass die Wirklichkeit vom Leben geformt wird, und es deshalb eine lebensfeindliche Welt gar nicht geben kann.”
Quelle: Biozentrismus – Die Biologie auf der Schwelle zu einer neuen Erklärung der Welt – facts.ch

Kosmos als ein Ganzes
David Bohm hat eine Reihe signifikanter Beiträge zur Physik geliefert, insbesondere im Bereich der Vielteilchentheorie und der Grundlagen der Quantenmechanik. Bohm ist Begründer der bohmschen Mechanik, einer alternativen Interpretation der Quantenmechanik.

Eng verbunden mit Bohms Arbeiten zur Interpretation der Quantenmechanik waren seine philosophischen Interessen. Zusammen mit Martin Buber entwickelte Bohm die Dialogmethode: Sie versucht, dem wissenschaftlichen Diskurs (mit dem Ziel der thematischen Konvergenz) eine kreative, auf Verständnis basierende Alternative (mit dem Ziel der thematischen Divergenz) gegenüberzustellen. In diesen Zusammenhang ist auch sein Werk Wholeness And The Implicate Order (Die implizite Ordnung) zu stellen. Dort wird versucht, den Problemen, die die Quantenphysik aufwirft, mit Definitionen eines neuen Weltbildes zu begegnen. Die Kennzeichen sind:

* Ganzheitlichkeit
* Prozeßhaftigkeit und
* Nicht-Teilbarkeit.

Explizit verweist Bohm in seinem Werk auf die Möglichkeit, die Quantentheorie als Hinweis für eine neue Ordnung zu verstehen. Diese implizite Ordnung vergleicht Bohm mit einem Hologramm, in dem in allen Einzelteilen zugleich alle Gesamtaspekte gleichsam “eingefaltet” sind. Bohm nennt es Holo-Movement.

Hologramm – Das Ganze im Teil
Wird ein Hologramm zerteilt, kommt bei der Rekonstruktion noch immer das ganze Bild zustande. Das Aufteilen des Hologramms in einzelne Stücke führt lediglich zu einer Verschlechterung der Auflösung des Bildes und zu einer Verringerung des ansehbaren räumlichen Bildwinkels.
In unser Universum ist also im Mikrokosmos auch das Makrokosmos enthalten und umgekehrt. Die Wellennatur der Teilchen ist kein Paradoxon für ein biozentrisches Weltbild, sondern eine Bestätigung für diese Theorie.

Fazit
Die Forschung steckt in einer Sackgasse aus der sie nur durch ein radikales Umdenken wieder herauskommt. Das neue Weltbild des Biozentrismus liefert nicht nur ganzheitliche Erkenntnisse, es fordert auch Verantwortung für das eigene Bewusstsein zu übernehmen, da das Selbst nicht von “den anderen” Individuen getrennt ist. Innerhalb dieses Weltbilds tauchen auch neue Horizonte im Bereich der Medizin auf. Ganzheitlichkeit wird doch in der Homöopathie ganz groß geschrieben. Daher dürfte es vor allem den Homöopathen nicht schwer fallen sich mit dem Biozentrismus auseinander zu setzen.

Ein Wort an die Skeptiker: “Ihr habt diesen Post nie gelesen!”

Weiterführende Literatur:
- Biozentrismus – Die Biologie auf der Schwelle zu einer neuen Erklärung der Welt – facts.ch
- Biocentrism (cosmology) – Wikipedia
- Biocentrism: How Life and Consciousness Are the Keys to Understanding the True Nature of the Universe (Gebundene Ausgabe) – Amazon
- Biocentrism, The New Face Of The Cosmos – Huffington Post
- A New Theory of the Universe – By Robert Lanza
- The Homeopathic Universe: Disease and Healing as Manifestations of Consciousness
- Biocentrism – A Theory of Everything that makes sense

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